FAQ
Die Stimmbevölkerung hat Ja gesagt zu den städtischen Klimaschutzzielen bis 2040. Dieses ambitionierte Ziel kann nur durch gemeinsames Engagement von öffentlicher Hand und Privaten erreicht werden, insbesondere durch freiwillige Massnahmen. Bislang fehlt jedoch Wissen über die optimale Ausgestaltung dieses Zusammenspiels. Das Pilotquartier setzt hier an und zeigt auf, wie die freiwillige Bereitschaft lokaler Anspruchsgruppen zur Unterstützung von «Netto-Null 2040» und der städtischen Energieziele gestärkt werden kann. Das Pilotquartier versteht sich als Lernprozess, in dem gezielt bestehende und neue Klimaschutzmassnahmen umgesetzt und untereinander vernetzt werden.
Um das Ziel Netto-Null bis spätestens 2040 zu erreichen, braucht es nicht nur Massnahmen der Stadtverwaltung, sondern auch engagierte Menschen, Organisationen, Schulen und Unternehmen, die Verantwortung übernehmen und gemeinsam neue Wege gehen. Darum testen wir in der Binz und in Alt-Wiedikon, wie Bewohnende, Unternehmen, Schulen und Stadtverwaltung gemeinsam im Alltag Treibhausgasemissionen reduzieren können. Was im Pilotquartier funktioniert, soll die ganze Stadt inspirieren.
Alle, die im Quartier arbeiten und wohnen oder sich für das Quartier interessieren, können mitmachen. Die Stadt Zürich hat das Pilotquartier Netto-Null angestossen und finanziert die Umsetzung, die sie gemeinsam mit Partner*innen, engagierten Menschen aus dem Quartier und Unternehmen vor Ort vorantreibt.
Das Pilotquartier Netto-Null ist ein Projekt der Stadt Zürich. Innerhalb der Stadtverwaltung sind der Projektstab Stadtrat und Umwelt- und Gesundheitsschutz Zürich (UGZ) für die Projektumsetzung verantwortlich. Eine interdisziplinäre Arbeitsgemeinschaft unterstützt die Stadt bei Konzeption, Kommunikation, Beteiligung und Umsetzung im Quartier. Die Arbeitsgemeinschaft besteht aus urbanista Zürich und Hamburg, Freundliche Grüsse und der Stiftung myclimate. Für die Evaluation des Projekts ist eine Arbeitsgemeinschaft bestehend aus Interface, Lemon Consult sowie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) verantwortlich.
Seit Ende 2025 gibt es verschiedene Angebote im Quartier, an denen sich die Bevölkerung, Unternehmen und Schulen beteiligen können. Beispiele sind der Climathon, Vernetzungsanlässe, eine mobile Informationsstelle (Klimapunkt) im Quartier, das Pilotquartier-Fest im Sommer 2026 oder das partizipative Budget (Mitwirkungsprozess). Weitere Beteiligungsformate sind geplant.
Das Partizipative Budget ermöglicht es der Bevölkerung, eigene Klimaschutzideen ohne grosse Zugangshürden einzubringen und mit Unterstützung des Projektteams zu umsetzungsfähigen Projekten weiterzuentwickeln. Insgesamt wurden 233 Ideen für ein zukunftsfähiges Quartier eingereicht. In einem mehrstufigen Prozess mit Publikums- und Juryvoting werden die finalen Projekte ausgewählt, die bis zu 200.000 Franken pro Projekt für die Umsetzung erhalten.
Nimm mit uns Kontakt auf und bring deine Fähigkeiten dort ein, wo sie benötigt werden. Wir vernetzen dich mit weiteren Interessierten und Involvierten im Pilotquartier. Zudem bestehen zahlreiche Möglichkeiten, sich gemeinsam einzubringen und sich kreativ zu engagieren. Sei es an Veranstaltungen oder an unserem mobilen Klimapunkt im Quartier. Sende uns eine E-Mail an: mitmachen@pilotquartier.ch
Der mobile Klimapunkt ist die Anlaufstelle für das Pilotquartier Netto-Null in der Binz und in Alt-Wiedikon. Er dient als Info-Hub, Austauschplattform und Inspiration für den Alltag. Eine Person ist wöchentlich vor Ort, hört zu und liefert alle Infos zum Mitmachen. Auf Instagram sieht man, wo sich der Klimapunkt im Quartier befindet. Der Klimapunkt kann für Aktivitäten im Pilotquartier auch ausgeliehen werden. Bei Interesse bitte melden unter info@pilotquartier.ch.
Alle Termine und weitere Informationen sind auf der Webseite www.pilotquartier.ch und auf Instragram @pilotquartier ersichtlich. Der Newsletter informiert über Entwicklungen, Projekte und Veranstaltungen im Pilotquartier Netto-Null.
Bildung spielt eine zentrale Rolle für die gesellschaftliche Transformation hin zu Netto-Null. Deshalb arbeiten wir im Pilotquartier eng mit den Schulen im Gebiet Binz und Alt-Wiedikon zusammen. Das Angebot umfasst Workshops, Beratungen, Weiterbildungen und individuelle Umsetzungspläne für Schulen. Ziel ist es, Kindern, Jugendlichen, Lehrpersonen und Schulpersonal nicht nur Wissen über Klimaschutz zu vermitteln, sondern ihnen konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und ihre Selbstwirksamkeit zu stärken. Schüler*innen sollen ihre Ideen aktiv einbringen, eigene Projekte entwickeln und Klimaschutz im Schulalltag erlebbar machen. Ist eure Schule ebenfalls im Perimeter und möchte mitmachen dann meldet euch unter: info@pilotquartier.ch
Unternehmen haben jederzeit die Möglichkeit, im Pilotquartier mitzuwirken und von den Netzwerken sowie dem praktischen Wissen anderer Unternehmen und von Fachexpert*innen zu profitieren. Für Unternehmen, die ihr Engagement im Quartier bekräftigen möchten, bietet der Stadtkontrakt den idealen Rahmen. Dabei handelt es sich um ein informelles Instrument zwischen den mitwirkenden Betrieben und dem Projektteam des Pilotquartiers. Melden Sie sich direkt bei uns für weitere Informationen ein unter: info@pilotquartier.ch.
Zudem bietet die Stadt Zürich Unternehmen eine Vielzahl an Förderprogrammen, Beratungen und Unterstützungsangeboten in den Bereichen Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung.
Binz und Alt-Wiedikon wurden ausgewählt, weil sich hier unterschiedliche Nutzungen (Wohnen, Gewerbe, Industrie und Bildung) auf engem Raum vermischen. Das macht das Quartier zu einem idealen Ort, um neue Ansätze in der Praxis umzusetzen – gemeinsam, lokal verankert und mit Blick auf die ganze Stadt.
Der Gemeinderat hat einmalige Ausgaben von 7,7 Millionen Franken für die Umsetzung bewilligt (GR Nr. 2023/342). Für die Finanzierung von lokalen Initiativen aus dem Pilotquartier stehen rund 3 Millionen Franken zur Verfügung. Knapp 4 Millionen Franken sind für Mitwirkungsmöglichkeiten für Bevölkerung, Eigentümerschaften und Wirtschaft vorgesehen sowie für die Kommunikation und Evaluation. Die restlichen Kosten decken den Aufwand der Geschäftsstelle.
Die Macherei ist ein digitaler Ort, an dem Klima-Challenges sichtbar werden und ausprobiert werden können. Ziel ist es, Klimaschutz spielerisch in den Alltag zu integrieren und durch Verhaltensänderungen ein persönliches Zeichen zu setzen. Ab Mitte Juni 2026 stehen vielfältige Challenges aus Bereichen wie Mobilität, Ernährung, Energie und Alltag bereit – von einfachen Schritten wie Second Hand kaufen oder Strom sparen bis hin zu grösseren Massnahmen wie Photovoltaik installieren. Für alle ist etwas dabei, unabhängig vom Budget. Schau unter Klima-Challenges, stell dich den Herausforderungen und meistere sie gemeinsam mit deinem Quartier.
Klima-Pionier*innen erklären sich bereit, ihre Erfahrungen mit den Klima-Challenges aus der Macherei zu protokollieren, Videos abzugeben und Interviews zu geben. Zusätzlich werden sie auf der Internetseite porträtiert. Sie werden auch zu beratenden Experten, welche helfen die Challenges weiterzuentwickeln. Willst du Klima-Pionier*innen werden, dann melde dich unter mitmachen@pilotquartier.ch