Netto-Null Nachbarschaft Binz – Alt Wiedikon

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Kurzzusammenfassung

Die Netto-Null Nachbarschaft ist ein Reallabor, in dem 200–500 Menschen ihren Alltag gemeinsam innerhalb eines CO₂-Budgets erproben. Im Fokus stehen Verhalten und gemeinschaftliche Lösungen statt Technik. So entsteht ein kollektiver Erfahrungsraum für klimafreundliches Leben im Quartier.

Was soll entstehen?

PROJEKTIDEE: 

In Binz – Alt Wiedikon entsteht eine Netto-Null Nachbarschaft: 200 – 500 Menschen, die verteilt in bestehenden Häusern leben und arbeiten, bilden gemeinsam ein zweijähriges Reallabor. Kein Neubauprojekt. Kein theoretisches Konzept - sondern ein reales Quartier als Versuchsumfeld. Im Zentrum steht nicht das perfekte Gebäude, sondern unser Verhalten: 

  • Mobilität 
  • Ernährung
  • Konsum
  • Freizeit
  • Arbeit
  • Sorgearbeit

Genau dort entstehen die meisten Emissionen und genau dort fehlt bisher der kollektive Rahmen. 

Die Netto-Null Nachbarschaft lädt Bewohner*innen und Arbeitende im Quartier ein, verbindlich Teil eines Reallabors zu werden: 

  • Wie fühlt sich ein Leben innerhalb eines fairen CO₂-Budgets an? 
  • Was wird leichter? Was schwieriger? Was überraschend schön? 
  • Das Projekt verbindet Spiel und Ernst: lustvolles ausprobieren 
  • Innerhalb klar definierter Rahmenbedingungen

Zielsetzung: Die Netto-Null Nachbarschaft versteht sich als urbanes Reallabor. Nicht primär als Messprojekt, sondern als Erfahrungsraum. Nicht als moralischer Appell, sondern als kollektiver Versuch. 

Kernfragen: 

  • Wie organisieren wir unseren Alltag innerhalb eines CO₂-Budgets? 
  • Wie verändert sich unser Verhalten, wenn Einschränkungen gemeinsam getragen werden? 
  • Welche Lösungen entstehen? Das Reallabor schafft soziale Verbindlichkeit, gemeinsames Lernen und reale Alltagserfahrung

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen anderen Quartieren als Inspiration und Vorlage dienen. 

KERNELEMENTE DES PROJEKTS: 

1. Arbeiten mit CO₂-Budgets in Gruppen: 

  • Start mit Gruppen à 10-20 Personen 
  • Jede Gruppe erhält ein definiertes Netto-Null Budget 
  • Acht sogenannte „Turns“ (1 Monat, 2 Monate, 3 Monate usw.) 

Wöchentliche Treffen, monatlicher Austausch zwischen Gruppen. Neue Gruppen können jederzeit einsteigen. Wird das Budget überschritten, endet der Turn für die Gruppe. Es geht nicht um Strafe – sondern um Lernen. 

2. Gemeinschaftliche Infrastruktur: 

  • Teilen statt Besitzen (Werkzeuge, Mobilität, Geräte, Küchen, Gärten, Wohnfläche, usw) 
  • Gemeinschaftsküchen und Gärten
  • Tauschformate Reparatur- und Unterstützungsnetzwerke
  • Nachbarschaftshilfe und Sorgearbeit

3. Lustprinzip + Verbindlichkeit: 

  • Das Projekt nutzt Spielmechaniken, Austausch, Sichtbarkeit und Anerkennung 
  • Gleichzeitig basiert es auf einer klaren Selbstverpflichtung 

4. Fokus auf indirekte Emissionen: Da die bestehenden Gebäude genutzt werden, liegt der Schwerpunkt auf: 

  • Konsum 
  • Ernährung 
  • Mobilität 
  • Flugverkehr 
  • Alltagsentscheidungen 

WIRKUNG UND ÜBERTRAGBARKEIT: 

Die Netto-Null Nachbarschaft ist bewusst dezentral und skalierbar. Sie kann klein beginnen - Sie ist anpassbar - Sie kann wachsen. Wenn mehrere hundert Menschen verbindlich teilnehmen, entsteht erstmals ein realer Erfahrungswert: "Wie lebt sich Netto-Null im urbanen Alltag wirklich?"

Das Projekt macht sichtbar, was politisch oft ausgeklammert wird – die Verhaltensdimension. Es ersetzt individuelle Überforderung durch kollektive Erfahrung. 

GRUNDIDEE: 

Die grösste Herausforderung auf dem Weg zu Netto-Null liegt nicht primär in der Technik, sondern im Alltag. Während Gebäudeheizungen und Fahrzeuge zunehmend elektrifiziert werden, bleiben Konsum, Flugverkehr und Lebensstil die „unsichtbare“ Hauptquelle von Emissionen. Die Netto-Null Nachbarschaft schafft einen Rahmen, in dem: 

  • Verantwortung geteilt wird 
  • soziale Normen neu entstehen 

Verhaltensänderung nicht isoliert, sondern kollektiv erprobt wird. 

Das Projekt antwortet auf drei bekannte Hürden: 

  • Menschen handeln eher, wenn andere mitziehen 
  • Verhaltensänderung braucht soziale Einbettung 
  • Reine Information verändert wenig 
  • Erfahrung verändert viel

Das Reallabor ersetzt abstrakte Klimaziele durch konkrete Alltagspraxis!

Beispiel

Neustart Schweiz
Projekt Kardendorf

Bist du eine Einzelperson oder Teil einer Gruppe?

Wir sind eine informelle Gruppe (z.B. Nachbarschaftsgruppe)

Name

Verein IG Klimagenossenschaft 

  • Durable Planung und Beratung GmbH Binzstrasse 12 
  • Barbara Emmenegger Soziologie&Raum, Binzstrasse 29 
  • JEFF Zürich AG, Grubenstrasse 15 «Kommunikationspartner» 
  • rao gmbh - Architektur, Zürich

Setzt du die Idee allein um oder suchst du noch Mitstreiter*innen?

Ich/wir setzen die Idee selbstständig um

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Im ganzen Quartier

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