Energie Netzwerk: Lokaler Solarstrom zwischen Nachbarn
Aus einer konkreten Herausforderung im Pilotquartier ist eine zukunftsweisende Idee entstanden: Während Betriebe wie Inter Comestibles ihre Fahrzeugflotte gerne elektrifizieren würden, fehlte als Mietende die Möglichkeit, eine eigene Solaranlage auf dem Dach zu installieren. Gleichzeitig verfügen Unternehmen wie Spross über riesige Hallendächer, die ideal für Solarenergie genutzt werden könnten.
Genau hier setzt Energie Netzwerk an, ein Projekt, welches im Rahmen des Pilotquartiers Netto-Null entwickelt wurde: Es vernetzt lokale «Stromerzeugende» direkt mit «Stromverbrauchenden» im Quartier. Das Ziel: Solaranlagen gemeinsam finanzieren, den lokal produzierten Strom direkt vor Ort nutzen und den Ausbau erneuerbarer Energien in der Binz und Alt-Wiedikon deutlich beschleunigen.
Das Konzept baut Hürden ab, die viele bisher vom Solarausbau abgehalten haben, wie etwa hohes Initialkapital, Unsicherheiten bei der Stromabnahme oder schwankende Marktpreise. Als Fachplanungsfirma prüft das Projektteam von Energie Netzwerk die Liegenschaften von Interessierten auf ihre Grundvoraussetzungen: Ist das Dach geeignet? Passt der Netzanschluss? Sobald ein passendes Match im Quartier gefunden wird, unterstützt das Team bei individuellen Vereinbarungen oder informiert über bestehende Modelle wie die Lokale Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) oder den Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV).
Das Projekt befindet sich aktuell in der Konkretisierung und schärft die Prozesse. Um die besten Kombinationen zwischen Dächern und Stromabnehmer*innen zu finden, gilt: Je mehr Menschen und Betriebe sich beteiligen, desto höher ist die Chance auf ein perfektes Match.
Ob Eigenheimbesitzerin, Gewerbebetrieb oder Mieterin mit E-Auto: Wer herausfinden möchte, ob sich die eigene Liegenschaft eignet oder wer lokalen Solarstrom beziehen will, kann sich ab sofort unkompliziert melden und Daten für den ersten Check eingeben. Hier geht’s zum Formular.
